Diskussionsveranstaltung, Do, 29. 6. 2017, 19:00, Frankfurt/M: „Union Busting“ in Deutschland – professionelle Dienstleistung zur Bekämpfung von Gewerkschaften und Betriebsräten!?

Gemeinsame Veranstaltung von VDJ (Region Frankfurt-Wiesbaden) und DGB (Stadtverband FfM) DGB Haus Frankfurt/Main, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77, Wilhelm-Richter-Saal mit

  • Elmar Wigand, Journalist bei Arbeitsunrecht.de und Verfasser der Otto-Brenner-Studie „Union Busting in Deutschland“,
  • Verena zu Dohna-Jäger, Juristin und Ressortleiterin Betriebsverfassungsrecht der IG Metall,
  • Monika Christann, ver.di-Gewerkschaftssekretärin und zuständig für u.a. die Speditionen in Frankfurt

Moderation: Alexander Wagner, DGB Region Frankfurt- Rhein-Main, Gewerkschaftssekretär

pdfInfo zum Download

Aktuell versucht H&M gleich drei Betriebsratsmitglieder zu kündigen. Als Anlage angefügt findet Ihr eine Stellungnahme der ver.di-Aktiven des H&M GBR. Darin sind die drei Fälle beschrieben. Ebenfalls als Anlage angefügt findet Ihr eine Unterschriftenliste.

Der Gerichtstermin von Mali, einen der betroffenen Betriebsräte, findet bereits am 20. Juni in Reutlingen statt. Ihr könntet den Kollegen unterstützen, indem Ihr das angehängte Schreiben nutzt und Solidaritätsunterschriften in Euren Betrieben und Eurem Freundeskreis einholt. Die Unterschriftenlisten werden bei der Verhandlung an den Arbeitgeber (beziehungsweise seine Vertretungen) übergeben. Bitte sendet diese bis spätestens 19.6.2017 zurück an ...

  • per Post: ver.di, Siemensstr. 3 in 72766 Reutlingen
  • per Fax: +49 7121 94797 - 99
  • via Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

pdf2017_05_09_Solischreiben_H-M.pdf

gegen Betriebsrats-Bashing bei BUREAU VERITAS

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

iIhr kennt das vielleicht aus eigener Erfahrung oder habt von Fällen gehört, bei denen ein Arbeitgeber gegen einzelne GewerkschafterInnen oder Betriebsräte als Gremium vorgeht und sie massiv bedroht, einschüchtert oder bedrängt. Ziel ist immer anhand einer einzelnen Person zu zeigen, was den anderen passieren könnte, wenn sie sich nicht angepasst verhalten.

Wir haben nun einen Fall von enormer Tragweite, weil ein renommierter Arbeitgeber, die TÜV-verwandte Bureau Veritas, ein Amtsenthebungsverfahren gegen eine aktive Betriebsrätin betreibt. Sie heißt Peggy Prescher und ist stellvertretende Gesamtbetriebsratsvorsitzende  bei Bureau Veritas.

Wir bitten Euch darum heute:

  1. beigefügte Unterschriftenliste zu unterschreiben und in Deinem Wirkungskreis zu verbreiten.
  2. als Betriebsräte direkt Solidaritätsbotschaften an Peggy zu mailen (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Wenn Ihr aus Hamburg kommt, nehmt gern an dem Prozess als ZuschauerIn teil:
 
Wann:
Donnerstag, 7. April 2016
10:00 Uhr, 2. Stock, Saal 206

Wo:
Arbeitsgericht Hamburg
Osterbekstraße 96
22083 Hamburg

Vielen Dank für Eure Unterstützung!

Peter Bremme
Fachbereich Besondere Dienstleistungen
ver.di-Landesbezirk Hamburg
Besenbinderhof 60
20097 Hamburg
Tel.: +49 (0) 040/28 58-4131
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

pdfFlugblatt mit Unterschriftenliste zum Download

Logo: Arbeitsgericht Marburg

 

 

Es fing ganz subtil an: Bei Meetings wurde jedem Mitarbeiter ihres Büros automatisch eine Kaffeetasse hingestellt, nur Anna L. nicht. Sie dachte sich nichts dabei, zumindest nichts Schlimmes. Doch im Laufe der nächsten Monate wurde sie systematisch immer mehr und mehr von ihren Kollegen ausgegrenzt: Sie vergaßen, ihr mitzuteilen, wann die nächste Besprechung stattfindet, schickten ihr keine Aufgabenlisten mehr, entfernten sie zum Schluss ganz aus dem Office Newsletter. Anna wurde Opfer von Mobbing am Arbeitsplatz. Der Grund: Obwohl sie erst einige Monate in dem Büro arbeitete, leistete sie schnellere und bessere Arbeit als so manch anderer langjähriger Mitarbeiter. Anna kündigte schließlich. Etwas Gutes hatte die Sache dann doch: Anna fand nicht nur einen Arbeitsplatz mit kollegialeren Mitarbeitern, sondern bekam vom Arbeitsgericht eine zweistellige Summe Schadenersatz.

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Komitee "Solidarität gegen BR-Mobbing!"
Speyerer Str. 14
68163 Mannheim

UPS Hannover
Personalabteilung
z. Hd. Herrn Petelkau
Rehkamp 15
30853 Langenhagen

16.03.2016

Sehr geehrter Herr Petelkau,
wie wir gehört haben, müssen sich bei UPS-Langenhagen Mitarbeiter mit Behinderung per Arbeitsgerichtsbeschluss ihr gesetzlich zuerkanntes Recht auf einen leidensgerechten Arbeitsplatz einklagen. Das wirft ein bezeichnendes Bild auf den „Dienstleister“ UPS und auf seinen Umgang mit Mitarbeitern.

Schon seit längerer Zeit wird in der Öffentlichkeit über den Umgang von UPS mit gewerkschaftlich engagierten Beschäftigten diskutiert, das gilt besonders für UPS-Langenhagen.

Praktiken wie Abmahnungen bis hin zur Kündigung, um kritische Mitarbeiter zu maßregeln bzw. sie zu demoralisieren und fertigzumachen, dürfen nicht geduldet werden.

Sie als Leiter der Personalabteilung tragen hier eine besondere Verantwortung, solche Missstände zu verhindern. Insofern entscheiden Sie auch mit darüber, ob UPS weiterhin mit den für das Unternehmen sicher nicht erfreulichen Schlagzeilen in den Medien bleibt.

Solange solche Missstände andauern, werden auch wir mit dazu beitragen, dass diese öffentlich bekannt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Alles
(für das Komitee "Solidarität gegen BR-Mobbing!")

Am 20.4.2017 fand in Oberhausen eine Veranstaltung zum Thema BR-Mobbing statt.

Die ReferentInnen waren von work-watch und vom Mannheimer Komitee "Solidarität gegen BR-Mobbing!" Die gesamte Veranstaltung wurde mitgefilmt und steht nun unter folgendem Link bei You Tube zur Verfügung:

Film bei YouTube ansehen

Ich wünsche eurer Konferenz gegen Betriebsräte-Mobbing viel Erfolg. Es wird nach meinen Erfahrungen immer dringender, ein koordiniertes Vorgehen gegen die massiven und häufig kriminellen Arbeitgeberangriffe auf Betriebsräte zu organisieren. Dass eine bestimmte Sorte von (Un-) Rechtsanwälten systematisch dabei helfen, betriebsverfassungsrechtliche Schutzbestimmungen auszuhebeln, zeigt nicht nur die massive Gefährdung für gewählte Interessenvertreter, sondern auch die Notwendigkeit einer klaren und unmissverständlichen gewerkschaftlichen Gegenwehr.

Ich hoffe sehr, dass diese um sich greifenden Kampfmethoden der Arbeitgeber in absehbarer Zeit von allen Gewerkschaften, aber auch von der Öffentlichkeit thematisiert, skandalisiert und gestoppt werden.

Mit solidarischen Grüßen
euer Günter Wallraff"

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Titel Broschuere workwatchWork-Watch-Broschüre:

Was tun, wenn der Chef mobbt?
Eine Anleitung für Beschäftigte, die sich wehren wollen

Bossing ist kein Einzelfall. „Es gibt viele bekennende Arbeitgeberanwälte*innen. Mittlerweile ist eine regelrechte „Bossing-Industrie” entstanden. Rechtsanwaltskanzleien bieten beispielsweise in allen größeren Städten der Bundesrepublik Tagesseminare an, für die Arbeitgeber bis zu 1000 Euro zahlen.”

Um dieser Entwicklung erfolgreich entgegenzutreten, haben die Autoren Albrecht Kieser und Gerhard Klas eine kostenlose Broschüre (pdf) zu den Punkten „Bossing - Kein Einzelfall”, „Unternehmenstypen”, „Bossing schadet Ihrer Gesundheit”, „Drehbuch des Bossing” und „Die Gegenwehr” verfasst.

Da Work-Watch Köln sich ausschließlich über Spenden finanziert, wird jedoch ausdrücklich um Spenden gebeten (Kontoinformationen in der Broschüre auf S.32)

pdfBroschüre zum Download